DER MARIENDOM

Am 1. Mai 1862 fand im feierlichen Rahmen die Grundsteinlegung durch Bischof Rudigier statt. Das Projekt des Dombaus wurde zur größten Baustelle Europas. Sowohl technisch, als auch logistisch war der Dombau eine Herausforderung. Nach 62 Jahren Bauzeit wurde der Dom am 29. April 1924 eingeweiht. Beeindruckend ist, dass der Bau ausschließlich aus Spendengeldern von Gläubigen finanziert wurde, die vom Dombauverein gesammelt wurden. Besonders interessant: Bereits im Jahre 1909 übernahm der Mariendom die Funktion einer Kathedrale vom nunmehrigen Alten Dom in Linz.

Stift Reichersberg | jurek1951

STIFT REICHERSBERG

1084 stiftete der Edle Wernher und dessen Gattin Dietburga nach dem frühen Tod ihres einzigen Sohnes Gebhard die Burganlage und wandelten sie in ein Kloster für regulierte Chorherren um. Eine erste Blütezeit erlebte das Stift unter der Leitung des bedeutenden Theologen und 3. Propstes Gerhoch 1132-1169. Die relativ kleine ursprünglich romanisch-gotische Klosteranlage fiel 1624 einem Brand zum Opfer und wurde im Laufe des 17. Jahrhunderts durch einen großzügigen barocken Neubau ersetzt. 1779 entging das bis dahin bayerische Stift der Säkularisation durch die Abtretung des Innviertels an Österreich. Ab 1816 konnte es wieder ein reguläres klösterliches Leben mit allen Aktivitäten setzen. In der NS-Zeit konnte die Aufhebung des Klosters durch große Geschicklichkeit der Klosterleitung verhindert werden. Wie nur wenig andere Klöster kann Stift Reichersberg somit auf über 900 Jahre ununterbrochenen Bestehens zurückblicken.